Durch das Gerichtsurteil zur Strafbarkeit ritueller Beschneidungen von Jungen wird laut Müller die religiöse und kulturelle Identität des Judentums in Frage gestellt – “und das auf dem Hintergrund unserer deutschen Vorgeschichte”. Die Aussage, dass es sich bei Beschneidungen um Körperverletzung handele, “kann man nicht akzeptieren”. Denn es sei kein Eingriff in wesentliche Funktionen des Menschen. “Wer dazu schweigt, wenn Ungeborenen das Leben genommen wird, hat kein moralisches Recht, die Beschneidung zu kriminalisieren”, argumentierte der Erzbischof. (Süddeutsche.de)

Während über die argumentative Entgleisung der Rabbiner schon berichtet wurde, muss offensichtlich ausgleichend das Bemühen des Präfekten der Glaubenskongregation gewürdigt werden, im Äußern von Dummheiten nicht zurückzustehen. Logisch ist die Beschneidung für Priester “kein Eingriff in wesentliche Funktionen des Menschen”, sind sie doch ohnehin sexuell abstinent. Obwohl, haben die letzten Jahre nicht offenbart, dass pädophile Priester ein gutes Motiv haben, sich das obsessive Herumspielen an Geschlechtsorganen kindlicher Religionszugehöriger legitimieren zu lassen?

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