Am Ende Demokratie?

Über die Hälfte der Bürger des Bundeslandes Sachsen fanden es nicht wichtig die Demokratie zu legitimieren. Nicht ganz fünf Prozent haben eine Partei gewählt, die etablierten Parteien immerhin so suspekt ist, dass verschiedene Verbotsverfahren angestrengt worden sind und, wenn man den Sprecher der NPD hört, in der Tat eher zu den schmerzhaften Toleranzerprobungen in der Postdemokratie gehört. Auch die Wahl der AfD kann nur einem radikalen Missverständnis demokratischer Optierungschancen zuzurechnen sein, wenn man sich nicht nur ihren Eiertanz in Europafragen, D-Mark- oder auch Denkmalpolitik anschaut. Kompetenz in der Politik hat eben auch etwas mit Akkumulationschancen politischen Wissens und damit mit Beständigkeit und Erfahrung zu tun. Die Häme über das Verschwinden der FDP aus den Parlamenten ist daher wohl eher der Wahrnehmung des Politischen als Fußballereignis geschuldet als politischer Vernunft.

Was bietet die Zukunft? Nichts als ein Paradoxon. Politische Parteien sind wie steinzeitliche Stämme. Sie kommen nicht aus rationalen Erwägungen in Fahrt, sondern beruhen auf Stallgeruch. Geht die politische Entwicklung in die Richtung, die man an der Entwicklung der USA ablesen kann, dann wird es zwei dominante Blöcke geben. Also müssten die bundesdeutschen Parteien, die unter der Konkurrenzschwelle zur CDU liegen, sich zusammenraufen. Kurz: Ihre Binnenhaftung durch Stallgeruch aufgeben.

Ein Schlammbad für alle, die links von der CDU Spaß haben wollen!