Apfel mit Wurm – 2

Im zweiten Streich der neuen Apple-Bashing-Reihe möchte ich einmal erwähnen, dass ich die Hardware, also dass MacBook Pro, zusammen mit einer frischen Mountain-Lion-Installation erworben habe. So weit, so gut. Allerdings bin ich seit der Intel-inside-Geschichte und den scheinbar damit verbundenen Windows-Syndromen (z.B. dem Neustart nach einem System-Update oder, noch besser, dem leidigen „Have you tried to turn it off and on again?„) auch ein wenig skeptisch, was die Grundinstallationen angeht. Man mag mich für altmodisch und/oder paranoid halten: Aber ich möchte das bitte selber nochmal machen und wissen, was auf dem Rechner hinterher drauf ist! Nicht, dass mir das Spaß machen würde — aber was muss, das muss…

Allerdings geht das scheinbar nicht mehr so einfach, denn: Es gibt keine Installations-DVDs mehr!! Ich werde mich bestimmt noch das ein oder andere Mal über den App Store aufregen, aber das ist ja wohl ziemlich unverschämt, oder?! (Ich hoffe ja, dass ich nicht nur — analog zu beispielsweise den Amazon-eBooks — ein Nutzungsrecht erworben habe… Hätte ich mir vor dem Verkauf die Apple-AGB doch besser durchlesen sollen?)

Schaut man nun als nächstes im App Store nach, ob dort Mountain Lion wenigstens verzeichnet ist, sieht man erstaunt, dass das Mac OS dort nicht unter den Einkäufen zu finden ist, obwohl z.B. GarageBand und iPhoto hier auch als mitgelieferte Pakete aufgelistet werden. Auch mit dem in Foren angepriesenen Geheimtipp, mit gedrückter CMD-Taste auf die Einkäufe zu klicken, hilft nicht weiter. Was tun? Klar, man schaut, ob Mountain Lion direkt aus dem Store nochmal herunterzuladen ist und man sich das Ding dann selbst auf DVD brennen kann… Kostet aber leider 17,99€, kein Vermerk, dass das bereits installiert ist. Ein zweiter Forentipp, man solle einfach den Kaufvorgang anstoßen, denn der Store würde einem den Betrag als Mountain-Lion-Besitzer nicht nochmal abbuchen, stimmt so leider auch nicht. (Zumindest bezahle ich Apple nur über Gutscheine, so dass ich nicht genügend Konto-Deckung für einen Zweitkauf hatte. Daher habe ich zwar immer noch keinen Mountain-Lion-Installer, dafür aber auch nichts doppelt gezahlt…)

Und was nun? Bin ich jetzt Nutzer zweiter Klasse, weil ich das Betriebssystem zusammen mit dem Laptop als geschnürtes Paket gekauft habe? Aber nein, Apple hat den Plan: Die Recovery-Partition! Nachdem Apple die Seriennummer der Hardware überprüft hat, wird anschließend der Installer heruntergeladen und dann das Betriebssystem neu installiert… Klingt einfach, doch vorsicht: Der Installer ist ziemlich groß, nämlich etwa 4GB! Je nach Internetverbindung dauert der Download also auch mal ein paar Tage. Aber auch hier hat Apple eine Antwort:

If your usual or current Internet connection has requirements or settings not supported by OS X Restore, either change the settings to a supported configuration for the duration of your OS X reinstall, or seek out acceptable networks from which you are permitted to access the Internet (such as friends, family, Internet „cafe“ establishments, or possibly your place of employment with appropriate permission).

Apple-Support-Seite

Da ist mir doch der Microsoft-Verein bald lieber, den man fragen kann, ob sie einem eine DVD mit dem Installer für eine kleine Bearbeitungsgebühr nachschicken! (Von der Versuchung, einfach mal bei der Pirate Bay vorbeizusegeln, um dort ein gefälliges Komplettpaket mittels Torrents schnell und unkompliziert geliefert zu bekommen, ganz zu schweigen!)

Schöne neue Apfel-Welt!
Ich besorge mir jetzt einen Apfel-Klasse-2-Aufkleber!

2 Antworten auf „Apfel mit Wurm – 2“

    1. Uncool:
      „Das Kickstarter-Projekt POP versprach eine mobile Ladestation mit der Kapazität, um 10 iPhone-Akkus vollständig aufladen zu können. Doch das Projekt, welches bereits eine Investitionssumme von fast 140.000 US-Dollar zusammentragen konnte, wird nun beendet, denn Apple weigert sich, das POP für Lightning zu zertifizieren. Begründet wird dies damit, dass die mobile Ladestation neben dem Lightning-Anschluss auch noch ein Dock-Connector-Anschluss sowie Micro-USB für andere Mobilgeräte besitzt. Dies ist von Apple nicht erwünscht, womit plattformübergreifendes Zubehör mit Lightning-Anschluss in naher Zukunft wohl nicht erscheinen wird. Erstaunlich ist zudem, dass auch der ältere Dock Connector von Apple nicht neben dem Lightning-Anschluss geduldet wird. Offenbar möchte Apple hier nicht den Absatz mit den Lightning-Adaptern gefährden, welche bis zu 39 Euro kosten. Ob POP nun in abgewandelter Form mit weniger Steckern erscheinen wird, ist momentan noch ungewiss. Das Interesse an der mobilen Ladenstation ist zwar sehr hoch, doch ohne iPhone-Kompatibilität könnte dies deutlich sinken.“ Zitat mactechnews.de

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