Es braucht immer einen Nuttigen, der sie ausspricht!

Die Bildzeitung als moralische Instanz, die uns verkündet was wahr und was falsch ist. Sekundiert von Herrn Schirach, der uns weismachen will, dass der vernehmliche Hinweis auf Anwälte bereits den Straftatbestand der Nötigung erfüllt. Geht’s noch?

Wann endlich kapiert man in diesem Land, dass sich die Verantwortlichkeit der Journalisten in den öffentlich-rechtlichen Medien von der der privaten unterscheidet. Erstere sind zunächst der Demokratie verpflichtet, letztere dem Markt.  Es gibt kaum unterschiedlichere Ausgangspunkte.

Wenn Jauch, Schausten und Konsorten es also nicht verstehen jene Sachverhalte, auf die der Bundespräsident angeblich eine Antwort schuldig geblieben sei, zu benennen, dann wünsche ich mir die Salamitaktik für fehlbesetzte Pseudojournalisten.

Und danke, liebe ARD, für die Werbeschaltung. Was hat die Bild dafür eigentlich hingeblättert?

3 Antworten auf „Es braucht immer einen Nuttigen, der sie ausspricht!“

  1. Der Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt muss man dann auch immer noch einmal erklären wie die Demokratie funktioniert. Nein, die Bundeskanzlerin muss sich zu ihrem Staatsoberhaupt nicht äußern! Und Frau Göring-Eckardt Sie haben den Bundespräsidenten Wulff gewählt! Es wählt nämlich die Bundesversammlung und Sie waren deren Mitglied, dass Sie Ihre Stimme einem unterlegenen Kandidaten gegeben haben, tritt hinter diesen einfachen Umstand zurück. Der Prozess der Einigung tritt nämlich nicht an die Stelle des Ergebnisses. Aber solche Grundregeln der Demokratie muss man nicht kennen, wenn man Bundestagsvizepräsidentin ist. Jedenfalls treten Sie den Beweis hierfür an.

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