CoMix

Dieses Mal gibt es von mir kein Politikbashing, sondern etwas für alle Freunde der „bild“enden Kunst. An dieser Stelle möchte ich eine kurze Übersicht der besten Webcomics zusammentragen, über die ich in den letzten Monaten gestolpert bin. Die Reihenfolge entspricht der in meinem Browser und stellt demnach keine Qualitätswertung dar.

  • Scandinavia and the World aus Dänemark bereitet spaßig Kurioses und auch Wissenswertes aus den skandinavischen Ländern in kurzen, mit viel Liebe gezeichneten Strips auf. Dabei bekommen auch andere Länder, wie Deutschland, die USA oder Russland, ihr Fett weg.
  • Questionable Content: Sprechende „AndroPCs“, Alternativrock, Sinn- und Beziehungskrisen, und viel Humor. Allemal besser als GZSZ (läuft das noch?) und eine schöne Studie, wie sich der Zeichenstil im Laufe der Zeit verbessert hat.
  • Weregeek: Was soll man bei dem Titel erwarten? LARP, Vampires: The Gathering, D&D, Warhammer 40k, Star Wars, Star Trek, … Es ist alles dabei, was das Geek-Leben bereichert. Zusätzlich noch einige Fantasy- und Slapstickeinlagen und ein hübscher Zeichenstil. Wer mit der obigen Aufzählung etwas anfangen kann, wird sich sicherlich köstlich amüsieren.
  • Looking for Group: Hier kommt kein Rollenspielklischee (egal ob D&D oder WoW) zu kurz. Der Zeichenstil verbessert sich über die Zeit enorm, leider verliert die Story langsam an Fahrt. Lesenswert ist der Comic aber schon allein wegen Richard, dem Warlock. ;-)
  • Ends ‚N‘ Means: Knuffig gezeichnete kurze Episoden mit abgedrehten Charakteren wie dem dauerbesoffenen, übergewichtigen Hasen Ray.
  • Walking on Broken Glass: Ein Mysterycomic, dessen Story sich allerdings recht langsam entwickelt. Immerhin mit hübschen Bildern. Mal sehen, was noch draus wird. Leider ist die Seite bei mir öfter nicht erreichbar, kommt aber immer wieder online.
  • Romantically Apocalyptic: Die Bilder schwanken zwischen romantisch und verstörend, sind aber alle hervorragend gezeichnet. Die Geschichte hat sich mir noch nicht wirklich erschlossen, spielt aber offensichtlich in einer postapokalyptischen Welt.
  • Girls with Slingshots: Alkohol, Sex (egal ob Hetero, Homo, oder mit mechanischen Partnern), Liebe, Freundschaft und eine vor Zynismus strotzende Hauptfigur… Das ganze erinnert etwas an „Sex and the City“, nur lustiger und mit sprechenden Kakteen. Der Stil ist etwas „basic“, aber handwerklich gut gemacht.
  • Hominids: Ein Fantasycomic um das Mit- oder besser Gegeneinander verschiedener menschenähnlicher Rassen. Erinnert an Avatar und hält wirklich professionelle Bilder bereit. Leider nervt das Flashgaleriesystem etwas.
  • Zombie Roomie: Braiiiiiiiiinnnnnzzzz!! Der Titel ist Programm und neben allerlei abgedrehten Geschichten findet man auch wissenswerte Zombiefacts, wie den Fachbegriff für eine Horde Zombies. (Man weiß ja nie, wann man’s mal braucht.) ;-)
  • The Specialists: Eine Mischung aus „Captain America“ (der Film) und „Inglourious Basterds“. Gut gezeichnet, man braucht allerdings einige Geduld, da sich die Geschichte sehr langsam entwickelt und nur selten neue Strips erscheinen.
  • Spindrift: Wirklich schön gezeichneter Comic für Fantasyfans, allerdings ist die Story noch nicht sehr weit vorangekommen.
  • Hatefarm springt zwischen „irgendwie lustig“ und „irgendwie abartig“. Der Zeichenstil ist genauso wie der krude Humor Geschmackssache.
  • League of Super Redundant Heroes ist, wie der Name schon vermuten lässt, eine Superheldenverar…e voller seltsamer Typen mit noch seltsameren Superkräften. Auch hier ist der Humor bestimmt nicht jedermanns Sache, die Zeichnungen sind aber durchaus hochwertig.
  • Zed Reckoning: Ein postapokalyptischer Zombie-Action-Comic. Toll gezeichnet. Die Story … mal sehen.
  • Hollyday Wars: Der Krieg zwischen den (amerikanischen) Feiertagen, angeführt von „Gaia“ und dem „Easterbunny“, ist schon aufgrund des Settings durchaus lesenswert. Der Zeichenstil ist leider nicht so mein Fall.
  • Toonhole: Für den kurzen Lacher zwischendurch. Der Humor ist meist arg flach und die zeichnerische Qualität schwankt von Tag zu Tag.
  • Grrl Power: Wenn es ein Film wäre, müsste man ihn in die Rubrik „Feministische Filme“ hier im Blog stecken. Alles dreht sich um Mädchen (Grrls) mit Superkräften. Die Story zündet nur langsam, der Mangastil ist aber sehenswert, die Slapstickeinlagen passen gut dazu und sorgen für Spaß.
  • Bearmageddon: Nein, es geht nicht um den Pedobär. Vielmehr um den plötzlichen Aufstand der Bären(mutanten). Gut gezeichnet, wenn auch recht blutig. Die Story ist noch nicht sehr weit fortgeschritten.
  • False Positive: Eine Sammlung kurzer Bildgeschichten zwischen surreal und abstoßend. Interessanter Stil und durchaus lesenswert.
  • Next Town Over: Steampunk-Fantasy-Western mit tollen Bildern und einer vielversprechenden Story.
  • Two Guys and Guy: Kleine Geschichten um Frank, das irre Genie Wayne und die zynische Guy. Der Humor ist ofmals recht hinterhältig, was der gestandene Leser inzwischen aber auch vom Autor dieser Zeilen gewohnt sein sollte.
  • Blue Milk Special: Spaceballs in Comicformat — DIE Star-Wars-Parodie schlechthin. Wer hier nicht lacht, kennt Star Wars nicht (schlimm) oder gehört zu den Hardcore-Fans, die einfach keinen Spaß verstehen (auch schlimm).
  • xkcd: „A webcomic of romance, sarcasm, math, and language.“ So die Selbstbeschreibung, der es eigentlich wenig hinzuzufügen gibt. Die zeichnerische Leistung ist marginal, was volle Konzentration auf den Inhalt ermöglicht. Die ist meist auch nötig. Wer dann noch Muße hat, kann sich die Tooltips (dafür den Mauszeiger einige Sekunden über das Bild halten) zu Gemüte führen und die nächste Humorebene erklimmen.
  • Cyanide & Happiness: Auch hier ist der Titel Programm. Während der Strichmännchenstil wenig hergibt, schwankt der Inhalt zwischen seltsam und behämmert, verpackt in derben Pointen.

Übrigens: Ein guter Teil der Autoren verdient seinen Lebensunterhalt mit diesen Comics, es wäre also zumindest fair, den Werbeblocker auf diesen Seiten abzuschalten.