Dummheit

… sollte weh tun.

Zumindest könnte man manchmal zu dieser Auffassung kommen, wenn einige unserer Artgenossen auf hervorragende Ideen kommen. So denke ich z.B. an die jährliche Treibjagd von Stieren durch die engen Gassen von Pamplona. Die bei dem Beobachter von Vorgängen, die Artgenossen körperliche Schmerzen zufügen, üblicherweise auftretende Empathie, also die normalerweise unausweichliche, menschliche, mitleidende Reaktion, hält sich bei mir in diesem Fall sehr in Grenzen. Hier tun mir lediglich die Stiere leid.

[youtube]DHO116nzdWw[/youtube]

 

Ähnlich geht es mir bei den — man möchte bald sagen: recht ähnlich über Straßen gescheuchten — Teilnehmern der alljährlichen Tour de France, die aufgrund von unaufmerksamen Zuschauern oder durch wahnwitzige Aktionen von Reportern wie die Stiere in der Kurve zu Boden gehen. Und bei den Geschwindigkeiten bleiben Verletzungen nicht aus, schon gar, wenn Weidezäune mit Stacheldraht im Wege sind. Dummheit tut hier leider definitiv den anderen mehr weh, ich frage mich, ob hier nicht irgendjemandem mal stellvertretend für die geschädigten Sportler die Hand ausrutscht…

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Hat man es übrigens geschafft, sich aus eigener Dummheit aus dem Genpool der Menschheit zu entfernen — sprich: sich unfreiwilligermaßen selbst umzubringen — könnte man posthum zu den zweifelhaften Ehren der Darwin Awards kommen. Sich selbst metaphorisch den Ast abzusägen, mit Starkstrom Maulwürfe zu exterminieren oder auch russisches Roulett mit einer Semiautomatikwaffe zu spielen — es gibt scheinbar nichts, was es nicht gibt…