Gewerkschaft oder Innung?

Noch nie habe ich verstanden, warum Gewerkschaftsvertreter zu anderen Fragen Zeugnis ablegen als zu denen des Arbeitsrechts. So schwadronieren immer mal Vertreter gewerkschaftlich organisierter Polizisten über Ermittlungsarbeit.

Es ist o.k., dass ihr eine Meinung habt, aber dann sagt es als Bürger oder als verantworliche Polizisten, aber wirklich nie als Gewerkschafter! Glorreiches Beispiel, in der 20Uhr-Tagesschau vom 18. April 2012.

Bernhard Witthaut, seines Zeichens Vorsitzender einer Gewerkschaft der Polizei (bei der ARD steht irritierend die Eigenbezeichnung: „der Gewerkschaft der“) fordert die Legalisierung der Vorratsdatenspeicherung.

Witthaut wörtlich: „tausende von Fällen in der Bundesrepublik Deutschland können so, insbesondere im Bereich der Kinderpornografie, nicht bearbeitet werden. Mir alleine ist eine Zahl von mehr als 20.000 Fällen bekannt.“ Also das kann man ja wohl nur sagen, wenn man diese Daten illegal erhoben hat und nur noch auf die Legalisierung hofft.

Kann man bitte mal die straftätigen Strafverfolger verfolgen, wenn sie schon geständig sind!

2 Antworten auf „Gewerkschaft oder Innung?“

  1. Eigentlich ist ter Terminus bei der ARD schon richtig. „GdP“ ist die Abkürzung für „Gewerkschaft der Polizei“. In Abgrenzung zur „Deutschen Polizei Gewerkschaft“ (DPoLG) deren Vorsitzender Wendt auch hin und wieder Unsägliches von sich gibt. ;-)
    Die Verwirrung ist also vorprogrammiert.

    1. Deswegen: „bei der ARD steht irritierend die Eigenbezeichnung“ und suggeriert einen Gesamtvertretungsanspruch. Die BILD, ähm ARD, schafft sich so ihren eigenen Bedeutungsraum.

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