Lottospielverbot für Hartzvierler

Die Partizipationsillusion am ökonomischen Wohlstand in der kapitalistischen Demokratie heißt Lotto. Nun wurde in den letzten Wochen diskutiert, dass man Hartz-IV-Empfänger vom Lottospiel ausschließen sollte. Offensichtlich ist man dabei blind gegenüber der Sozialbefriedung, die von dieser Illusion ausgeht.

Beim Lotto sind die Chancen für alle gleich, egal ob es Bankdirektoren, Sozialamtsmitarbeiter oder Hartz-IV-Empfänger sind. Lotto ist also die tiefgreifende Egalitätserfahrung, die man noch ernst nimmt. Dass es sich dabei um einen kompletten Irrtum handelt, sollte doch Grund genug sein, jede Verbotsambition sofort wieder aufzugeben.

Wieviel Geld müsste man für ARD und ZDF ausgeben, um die schleichende Gehirnamputation am sozial und wirtschaftlich Benachteiligten vollenden zu können? Die könnten doch auf die Idee kommen, dass es noch ganz andere Möglichkeiten gibt, den Reichtum zu verteilen. Bürger, passt auf Euer Eigentum auf!

Ein Film zum Thema: „Der Räuber“ von Benjamin Heisenberg. Für alle, die gerne im Kino sitzen.