Messe der Dreifaltigkeit III

Heute folgt an dieser Stelle nun der Bericht zur letzten der drei Messen, der Kulinaria & Vinum in Dresden, besucht am letzten Samstag. War die CeBIT die größte und die Buchmesse die amüsanteste Messe, so verdient die „Fressalienmesse“ jedenfalls nicht nur den Titel der leckersten, sondern dank angeschlossener Automesse auch den der spannendsten und — mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 9 Sekunden — definitiv actionreichsten!

Die Messe am großen Buffet

Der Tag fing jedenfalls schon herrlich an, Sonne, 18°C, erstmal Sonnenbaden am Elbufer — okay, in der Flutrinne auf dem Parkplatz an der Dresdner Messe, dem ehemaligen Städtischen Vieh- und Schlachthof — aber man kann ja die Augen zumachen und sich vorstellen, man sei direkt am Wasser…

Endlich vollzählig stürmten wir dann hungrig das Messegelände und standen erst einmal verdutzt zwischen unzähligen Neuwagen und Oldtimern, nur der leichte Essensduft versicherte uns, ja, wir waren hier richtig. Doch wo wir schon mal in dieser Halle waren, belegt von der „auto mobil Dresden 2012“, stromerten wir doch mit wachsender Begeisterung zwischen den neuen und alten Flitzern herum.

Irgendwann aber, als der Duft der Kulinaria „auf dem [B]oden würmelnd nach [unseren] Beinen sucht[e], sich der Heckenrose nicht unähnlich empor [wandte], in Brusthöhe zwei Scheinfüßchen ausbildet[e], die [uns] in die Nase [krochen] und dort die Schleimhäute [tapezierten]“ — um einmal Jochen Malmsheimer (ab Minute 8:50 für den Kontext) zu zitieren — mussten wir einfach die Halle wechseln und uns satt probieren und vor allem sehen:

Großartiger Abschluss des Messetages war allerdings die Probefahrt mit dem Opel Ampera! Von 0 auf 100 km/h in 9 Sekunden — okay, innerhalb von Dresden leider nur von 0 auf 50 km/h in 3 Sekunden, aber das Drehmoment presst einen mit einem leisen Flugzeugstartgeräusch doch äußerst angenehm und endorphinausschüttend in die Sitze! Geniale Technologie, geniales Design, passt nur nicht ganz in meine Tasche… Aber man wird ja wohl nochmal träumen dürfen!

Für die nächste Zeit reicht es mir übrigens, was Messen angeht — ich schone schon am nächsten Samstag zur Abwechslung mal meine Füße. Und gehe nach draußen, da ist es (inzwischen auch wieder) bunt, nicht mehr deprimierendes grau in grau. Und auf jeden Fall besser durchlüftet! Und natürlich, zumindest was diese letzte Messe anging, wesentlich entspannter für den Geldbeutel (oder zumindest ohne so viele aus resignierter Verzweiflung geborene „will haben“-Attacken mit Puss-in-Boots-Blick)!