Mit und ohne

Uniformen sorgen in einer sich ausdifferenzierenden Gesellschaft für Wiedererkennbarkeit und funktionale Zuordnung, freilich nur, solange die Uniform getragen wird.

Mit und ohne ihre Uniformen zeigt das „Deutsche Hygiene-Museum“ Menschen aller Herren Länder und Schichten. Spannend wird es freilich erst durch die kleinen Selbstbeschreibungen; was die Uniform mit ihrem Träger anstellt. So bleibt der Eindruck, wenn auch nicht der dominante; es ist vor allem die Angst, die uns eint und nicht die Uniform.

„Kleider machen Leute“, so heißt die Fotoausstellung von Herlinde Koelbl in Anlehnung an ein doppelsinniges Wortspiel Gottfried Kellers. Der hatte 1874 einen Produzenten des Habits in einen nicht ganz standesgemäßen, dafür aber umso stattlicheren Habitus schlüpfen lassen.

Kurz: eine halbe Stunde Zeit nehmen und hingehen!

Buch von Frau Koelbl