Rückblick: Recht des ersten Morgens

NeujahrDas neue Jahr ist inzwischen schon drei Wochen alt und der Alltag hat einen wieder fest im Griff. Nur zu gern blickt man zurück auf die Feiertage – das rauschende Fest zum Jahreswechsel und die Nachwirkungen des selbigen.

Eigentlich verlief alles normal – wie in jedem Jahr halt: Fondue mit Familie, Uppsala bis Mitternacht, dann Sekt und Raketen. Im ganzen Ort knallte und rauchte es für über 30 Minuten. Obwohl ich es tatsächlich geschafft habe, diesmal keine einzige Ausstrahlung von „Dinner for one“ zu erwischen, war es ein netter Abend. Nur ein wenig lang war er.

Am Neujahrsmorgen hatte ich dann das Vergnügen mit unserem feuerwerksgeschädigten Hund Gassi zu gehen. Meine Vorfreude auf die Einsamkeit der morgendlichen Stunden, löste sich aber schnell in Luft auf. Immerhin schon um 8 Uhr — und für Neujahr war das verdammt früh — traten wir beide vor die Tore. Überascht stellten wir fest: wir sind nicht allein!

Überall, in allen Gassen und Straßen, tümmelten sich Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern. Zum Vergleich: Während meiner 1,5 stündigen Runde begegneten uns 2 fahrende Autos und ein Radfahrer. Dagegen waren es 22 Hunde mit Anhang! Lediglich der Weg über die Felder, entlang abgelegener Bäche brachte die gewünschte Abgeschiedenheit von anderen sechsbeinigen Gespannen. Aber als ich dort, weit ab von jeglicher Zivilisation, eine Silhouette von Mann mit Hund am Horizonte schreiten sah, wußte ich:

Der Erste Morgen im Jahr gehört allein den Hunden!