Sicherheit ist immer das Risiko der Anderen

In München spricht der Bundespräsident Joachim Gauck auf der Sicherheitskonferenz:

Fünf Jahrzehnte Münchner Sicherheitskonferenz spiegeln ein gutes Stück Geschichte der Bundesrepublik: von der Verteidigung des Westens zur globalen Ordnungspolitik und von der Wehrkunde zum umfassenden Sicherheitsbegriff.

Mit diesen einleitenden Worten wird das Thema gesetzt, ein Thema das den Referenten ernst zu nehmen gebietet, auch wenn der Rest der Rede in Camouflage gehalten ist. Die Geschichte der Bundesrepublik läuft also auf das Telos einer „globalen Ordnungspolitik“ zu. War die Bundesrepublik am Anfang ihrer Geschichte noch der Verteidigung des Westens verpflichtet, habe man diesen reduzierten Sicherheitsbegriff hinter sich gelassen und sich bereits zu einem umfassenden Sicherheitsbegriff bekannt, eben jenem der „globalen Ordnungspolitik“. Die Werte dieser Ordnung benennt der Bundespräsident gleich mit:

Deutschland ist überdurchschnittlich globalisiert und profitiert deshalb überdurchschnittlich von einer offenen Weltordnung – einer Weltordnung, die Deutschland erlaubt, Interessen mit grundlegenden Werten zu verbinden. Aus all dem leitet sich Deutschlands wichtigstes außenpolitisches Interesse im 21. Jahrhundert ab: dieses Ordnungsgefüge, dieses System zu erhalten und zukunftsfähig zu machen.

Es geht also um Profit. Dafür stirbt es sich selbstredend besonders schön, Herr Bundespräsident.

5 Antworten auf „Sicherheit ist immer das Risiko der Anderen“

    1. Unvergessen der Kommentar in Die Anstalt (ZDF): Es gibt die guten Pazifisten und die, die zum Schießen zu faul sind.

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