Pussy statt Putin

Während in Deutschland die Grüne Partei in trauter Gemeinsamkeit mit Union, FDP und SPD die körperliche Kennzeichnung für männliche Juden mit einem Sonderrecht regeln will und die katholische Kirche Blasphemie wegen des Titanic-Titels im Gesetz verankern möchte, sieht man am aktuellen Urteil in Russland, wohin der Abschied vom säkularen Staat führt.

Zwei Jahre Haft klingt unfassbar viel und ist es auch. Obwohl die Pussys sich bei den Gläubigen entschuldigt hatten, hat das Gericht diese Entschuldigung nicht gewürdigt und damit gezeigt, es ging um die politische Botschaft und nicht um die Verletzung der religiösen Gefühle. Für die politische Botschaft gab es seitens der Mädchencombo keine Entschuldigung und zu Recht nicht. Auch wenn der SPD Kanzler a. d., Gerhard Schröder, Putin noch als lupenreinen Demokraten bezeichnete, kann davon für Russland keine Rede sein. Hierfür bräuchte es ein Bürger- und kein Oligarchentum, d.h. hierfür bräuchte es privates Eigentum, Rechtssicher- und Meinungsfreiheit.

Bis dahin ist der Weg weit und, ob man ihn für diese lange Zeit auf dem Rücken kleiner, verrückter und sehr schlechte Musik machender Mädchen austragen muss, mag verantworten, wer will. Es ist in jedem Fall ein Jammer.