Auch in Bremen finden sich beim Herumsträunen so einige Anmerkungen der urbanen Straßenkünstlerszene an Gemäuern, Häuser- und Tunnelwänden, so dass ein fünfter Artikel der Reihe “Streetart” mit einigen Beispielen aus dieser Stadt angefüllt werden kann.

Da ist zum Beispiel ein geflügeltes Etwas zu sehen, gleich umrissen, aber in verschiedenen Farben, verteilt über das ganze Stadtgebiet. So ist es mir häufig in der Innenstadt, aber auch am Hafen, im Bremer Norden an der Autobahn und — wenn ich mich nicht irre — am südlichen Arstener Zubringer aufgefallen. Einige habe ich fotografiert und schließlich mal im Netz nachgeschaut, was es mit dem Flügelding auf sich hat. Wider Erwarten verbirgt sich darin keine spektakuläre Botschaft, der Urheber möchte  lediglich, dass sein Zeichen überall gesehen wird — hat bei mir funktioniert.

Unauffälliger sind da die umfunktionierten Schallplatten, die mit neuen Motiven versehen z.B. an Brücken oder hoch oben an Wänden kleben und wahre Entdeckerfreude beim aufmerksamen Betracher hervorrufen. Auch Stencils, wie die “Frau in Streifen”, oder “Cut outs”, wie z.B. der Messerstecher um die Ecke, sind vor allem im Viertel überall zu sehen. Sehr schön ist auch der Kommentare zum Shoppen auf der Obernstraße — also der Bremer Einkaufsstraße schlechthin. Kunstvolle Graffities kann man schließlich im Hafen rund um ein altes Lagergebäude sehen, das in der Nähe des Mäuseturms zu finden ist. Urheber sind wohl Tobe & Hek, hier gibt es dazu sogar Videos. Eine Seite, die sich sehr ausführlich mit der Bremer Streetart beschäftigt, ist hier zu finden, fröhliches Stöbern! Die Kurzform mit eigenen Fotos kommt jetzt hier:

 

Wer die Fundorte wiederfindet, kriegt einen Keks…

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Jan 062012

Nach dem ersten Artikel über interessante Werbeslogans, Firmen- oder Vereinsnamen habe ich natürlich nicht aufgehört zu schauen und kann hier mit weiteren ausgewählten Bild- und Wortspielen, Mehrdeutigkeiten oder erhöhtem Assoziationspotential aufwarten…

Friedhofsgärtnerei Hans Tod in Bremen
Da wird der Name zum Beruf.
Bestattungshaus “Ewig” in Leipzig
Ewig ist uns sicher!
Asia-Bistro Hei Nun in Bremen
Ess-Duell um 12 Uhr.
Seniorenpflege Haus Hasch
Ungemein beruhigend…
Fuk mi sushi & seafood buffet
Neulich am Telefon…
Stiel & Blüte in Bautzen

Stiel & Blüte in Bautzen

KIDSEXCHANGE
Natürlich sind wir für Austausch!
Seniorenheim Himmelspforte
Das Ziel ist klar…
DRK Seniorenheim Dissen
Das würde ich mir in dem Alter ja nicht mehr gefallen lassen ;-)
Wohnlicht
“Leuchten zum Leben”…
Restaurant Scusi im Bremer Schnoor
Eigentlich müsste sich der Italiener nicht für’s Essen entschuldigen, war zumindest das letzte Mal ziemlich lecker!
Cafe & Bar Celona (nicht nur in Bremen)
Ich bin noch am schwanken, ob ich das nett finde oder eher doch bemüht…
Gunter Sack Bestattungen
Und damit ist der Sack zu!

Naja, nicht ganz – denn was wäre eine Fortsetzung des Wortwahl-Artikels ohne einen Frisör? Hier eine weitere Katastrophe:

Haarmonie in Bremen

Haarmonie in Bremen

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Sep 192011

Seit Samstag findet in der Hansestadt Bremen mal wieder die Maritime Woche statt. Vorträge, Markttage, publikumsoffene Schiffe, eine Schiffsparade, … — Maritimes halt. Dabei geht es im Rahmen von Stadtführungen auch quer durch die stadtbremischen Häfen. Ganz besonders interessent ist dabei der sogenannte “Koloss” — eine riesige Getreideverkehrsanlage, die ab 1914 an der Einfahrt zum Holz- und Fabrikenhafen entstand. Fast 200 Meter lang und 46 Meter hoch ist der bereits von Weitem sichtbare Bau mit den riesigen Backsteinfassaden vielen Bremern bekannt, wenn auch meist nur von außen. Noch heute wird hier Getreide eingelagert, so dass Führungen zwar angeboten werden, dies allerdings recht selten.

So verwundert es nicht, dass eine zur Maritimen Woche angebotene Führung durch die Getreideverkehrsanlage gestern um 11 Uhr mehr als nur begehrt war. Was allerdings verwundert, ja schlicht und ergreifend ärgert, ist die schlechte Vorbereitung und Durchführung der besagten Aktion. So wurde in der Programmankündigung nicht darauf hingewiesen, dass es eine begrenzte Teilnehmerzahl geben würde. Daraufhin fuhr der Interessierte am Sonntagmorgen gerne auch mal 60 km zur Waterfront, um vor Ort zu erfahren, dass — “Tut uns ja leid!” — die Gruppe längst voll wäre, man schon über 20 Leute wieder weggeschickt hätte und eben nur die zum Zuge kämen, die bereits sehr zeitig am Treffpunkt zugegen waren. Die 10 bis 15 weiteren Interessierten waren natürlich allesamt sehr irritiert.

Maritime Woche ... abgesoffen (oder doch zumindest der erste Eindruck)!

Warum hat man nicht gleich entweder eine zweite und dritte Führung eingeplant oder zumindest eine Anmeldung, welche ja bei anderen Führungen durch den Koloss erforderlich ist, zur Pflicht gemacht? Das lapidare “Mit so einem Ansturm haben wir nicht gerechnet…” angesichts der wenigen Besichtigungstermine pro Jahr klingt nicht wirklich überzeugend. Es wäre ja z.B. auch möglich, spontan noch eine weitere Führung an die ursprünglich geplante anzuschließen, viele hätten mit Sicherheit noch 1 oder 2 Stunden auf diese gewartet.

So allerdings ist der Sonntagmorgen für die Katz, muss sich mit der kalten Schulter des Führers und dem vor der Nase zugeschlagenen Tor des Anlagenzaunes begnügen. Gewinner ist allein die Ölindustrie, denn man hat ja vergebens Sprit verfahren.

Hallo Provinz!

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