Die Stunde der Ideologen

Wenn die Pussy-Riots in einer orthodoxen Kirche kreischen „Putin pisst sich in die Hose“ (3Sat, Kulturzeit), dann ist das politischer Widerstand für die Freiheit. Wenn die Titanic den Papst als nicht ganz dicht aufs Cover setzt, dann ist das dekadent (Thomas Goppel, CSU). Dekadent war übrigens auch der Terminus der SED für unliebsame Kultur und das hieß für unterdrückte Kultur.

Der umstrittene Titanic-Titel war für mich als Gelegenheitskäufer ein Grund dieses Heft nicht zu kaufen, aber eben kein Politikum. Ob man überhaupt die Persönlichkeitsrechte des Papstes verletzten kann oder nicht vielmehr, solange man ihn nicht als Herrn Ratzinger beleidigt, er diese Form der Meinungsfreiheit hinzunehmen hat, wird ein Gericht oder auch mehrere zu klären haben. Schon jetzt aber zeigen sich die Ideologen, die Wächter von Wahrheit und Moral, denen so wenig vertraut ist, wie eine republikanisch verfasste Demokratie lebendig bleibt.

p.s.: Ich geh mir dann mal doch das aktuelle Titanic-Heft holen.

Wir Demokraten, ihr Ostdeutsche!

In den letzten Jahren von 1900 bis 2000 war auf dem Gebiet Ostdeutschland gerade mal 26 Jahre Demokratie ansonsten waren da totalitäre Regime und dann kommt man zum Ergebnis, dass man sehr wohl einen Verfassungsschutz braucht, der uns Demokraten unterstützt, dass die Demokratie nicht von den Antidemokraten abgeschafft wird.

— So der CSU-Generalsekr. Alexander Dobrindt bei Günther Jauch (29.1.2012, 0:57 ff.) zu der Frage wofür man einen Verfassungsschutz braucht. —