auf den kleinsten gemeinsamen Nenner gebracht, stellt sie die Einzelnen in gegenseitiger Verantwortung zueinander auf, sie sichert die Freiheit des Einzelnen in der Freiheit aller. Dafür braucht es so etwas wie einen Staat, dem alle unterworfen sind und den sich alle unterwerfen können, ergo Staatsgrenzen bzw. ein Geltungsbereich der Gesetze.

Dies sieht nach Wahl aus, und diese haben zur Zeit gerade Türken in der Bundesrepublik gehabt, um über das Leben ihrer Verwandten in der Türkei zu bestimmen.

Was jetzt kommt, ist leider kein Karton, sondern ein Beispiel:

Zwar bin ich ein entschiedener Gegner der Todesstrafe, ich halte den Job des Henkers für unzumutbar und vermute ganz generell, dass wir Menschen uns öfter irren als uns lieb ist. Zu Unrecht verhängte Gefängnisstrafen lassen sich korrigieren, eine Todesstrafe jedoch nicht. Wäre ein Henker in diesem Fall eigentlich ein Mörder? Nur mal so nebenbei gefragt. Aber eine Todesstrafe verstößt nicht prinzipiell gegen die Demokratie, wenn die Gesetze denn demokratisch zustande gekommen sind.

Also kann man als Türke für die Todesstrafe sein, ohne sich mit dem Vorwurf konfrontiert sehen zu müssen, ein Feind der Demokratie zu sein. Aber Bitte, dann doch nicht nur für die daheim gebliebenen Verwandten. Soviel Feigheit geht nicht. Wer für eine Präsidialdiktatur mit Todesstrafe ist, der muss sich auch unter die Herrschaft dieses Gesetzes begeben.*

 

*Gemerkt, ich bin für die Staatsbürgerschaft eines Staates. Entscheidet Euch spätestens bei voller Strafmündigkeit. Wer aus folkloristischen Gründen die nordkoreanische, us-amerikanische, chinesische oder türkische Staatsbürgerschaft als doppelten Boden braucht, sollte sich fragen, warum er seine demokratischen Entscheidungen nicht verantworten mag.

… gibt es bei euch Pegidisten wohl nicht als Schlagwort im Kanon eures Angstgeschreis vor Überfremdung und Verlust „deutscher Leitkultur“! Nach jedem eurer Aufmärsche — übt ihr für ein Revival der 1930er/1940er? — strotzen Straßen und Plätze vor Müll. (Ist übrigens auch etwas, dass „das Volk“ — diesmal nun tatsächlich, nämlich jeder Steuerzahler — bezahlen muss, diese ansonsten unnötigen städtischen Saubermachaktionen nach jeder eurer Zusammenrottungen!)

Wie wär’s also, wenn ihr mal bei euch selbst anfangt mit den vielbemühten „deutschen Werten“? Kippen & Co. einfach in den Mülleimer und schmutzige Gedanken am besten nicht ausspucken — ist doch ein Anfang… (Und dann erst noch die Lärmbelästigung jeden Montag abschalten, das wäre aber vermutlich zu viel verlangt, oder?)

… in denen Kabarett nicht nur eines der wenigen verbliebenen Mittel zur politischen Bildung ist, sondern zugleich auch der Geschichtsaufarbeitung und Völkerfreundschaft?

Chapeau, ihr Aufrechten aus der Anstalt!

Mai 222013

ich warte, du wartest, er sie es warten

manchmal auch den Server, meistens nur auf den einen Anderen.

Danke Duden!

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