Jar Jar Abrams zu Harrison Ford: Wenn Du noch einmal kritisierst, dass mein Drehbuch vom Kanon abweicht oder die Charakterentwicklung zu flach oder nicht konsistent mit der Original-Trilogie ist, dann bringe ich Dich um!

 

 

*Inzwischen haben alle anderen Medien auch schon gespoilert.

Filmschnipsel, die Politiker im Gegensatz zu ihrer eigenen Politik vorstellen:

(Es ist keiner dieser Politiker zurückgetreten.)

 

 

 

 

Wer Lieblingsbands hat, der geht gern unter Leute um in Emphase zu ertrinken. Die Anwesenheit der Anderen rechtfertigt dies jedoch nicht, denn bei aller Sympathie zur Musik, gibt es natürlich viele andere Gründe ein Konzert zu besuchen. Manch einer will seinem Geschlechtspartner demonstrieren, dass er noch zu ganz anderen Verdrängungsleistungen im Stande ist, als zu den in der Beziehung immer wieder gern angemahnten. Wer also später kommt, sich aber den Weg nach vorne bahnt, kann auch zwischen drin immer noch mal Bier holen, weil die auf Umstehende verteilte Menge Getränk, den eigenen Durst nicht löscht. Der eine oder andere mag auch Körperkontaktkarate beherrschen und ist so für sein arrhythmisches Gebaren entschuldigt, ebenso die kleinen Mädchen, die bauartbedingt auf 78 laufen und 33 nicht können. Ganz generell beweist sich, dass Deutsche besser marschieren können als tanzen, so dass zu allem was mehr als einen Beat hat, gepogt wird. Hierzu passt denn auch die Beschalllungstechnik in Sachsens Hauptstadt, die arcade fire auf germanische Mythologie trimmte. Donars Donnerhall versetzte das Publikum in Ekstase. Anders wäre es auch nicht auszuhalten gewesen. Eigentlich machen die ja gute Musik, die in einem Konzerthaus gut aufgehoben wäre, aber der Mammon schwemmt bei ausgefüllten Plätzen mehr Geld in die Kassen. Lediglich versteckte Fallen aus Anfangstagen, wie die Kindergeburtstagskonfettikanonen am Ende des Konzerts, erinnerte daran, hier ist eine große Spassbänd auf der Bühne.

Die Süddeutsche Zeitung verwöhnt ihre Leser mit dem geschliffenen Wort und läßt ihm Raum für Phantasie, etwa wenn man brilliante Filmkritiken liest und sich an die Hand nehmen läßt, um die „guten“ Filme zu sehen. Die mediale Überinformation des billigen Mediums Internet verführt die Macher der Süddeutschen, uns das Übergewicht Prantls zu zeigen oder Meister der Filmkritik, deren Angesicht beim Kinobesuch eher verunsichert.

Sätze wie „Die Italowestern auf die Tarantino sich mit diesen Filmen bezieht  waren allemal cooler und unverschämter als seine eher schwerfällige Homage. Der Geist der Rebellion der 60er spukt in diesen Filmen herum, der Straßenkämpfe und der Demonstrationen und der Black-Power-Bewegung. Das waren damals wirklich hippe Filme.“

Klingen aus dem Mund eines Zeitzeugen der Hippiebewegung anders, als aus der abbildfreien Sprache des Zeitungstextes.

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