„Bitte bringen Sie Ihren Arierausweis zur Wohnungsbesichtigung mit.“

(Im Übrigen: Falls das am Anfang ein umgekehrtes französisches Anführungszeichen sein sollte, fehlt definitiv das Abführungszeichen am Ende. Aber sind das dann unsanierte Wohnungen? Nur mal so, deutsche-wohnen.com. MfG, der Typostalinist)

Mrz 092017

Was haben Foreneinträge und Amazon-Kundenfragen gemeinsam? Völlig sinnfreie Antworten von Leuten, die sich scheinbar gerne selbst zuhören. (Oder gibt es Bienchen für die schiere Anzahl geschriebener Antworten, auch wenn deren Inhalt quasi nicht existent ist?)

Was denken sich Leute, die auf die Frage, ob Amazon-Produkt XY dies oder jenes kann, nach dem Schema erwiedern: „Kann ich leider nicht beantworten, habe das Produkt so nie benutzt.“ Könnt ihr dann nicht einfach mal die Fresse halten? Müsst ihr so meine Lesezeit verschwenden?? Diese Sorte Leute gibt es auch in Foren — zu Hauf. Fragt man z. B. nach einem Lösungsweg speziell in Programm A kommt prompt ein „Habe ich nicht, aber versuch doch mal Programm B…“ Da kommen mir doch glatt die Dampfwölkchen aus den Ohren. Hätte ich nach Programmalternativen gesucht, hätte ich nach solchen gefragt!

Da sind mir Foren- oder Amazon-Trolle doch lieber, da kann ich wenigstens mal lachen, so wie hier auf die Frage, ob man einen Handtacker auch „für Papier“ nutzen kann:

Yepp. Macht sich hervorragend, um Notizzettel und PostIt Zettel direkt am Laptopmonitor zu befestigen. Aber bei den neuen, modernen Laptops kurze Klammern benutzen, weil die Monitore so dünn sind — sonst stehen dann hinten die Enden über, die durch den Bildschirm geschossen werden. Man kann sich auch Einkaufszettel direkt an die Stirn tackern (nich die langen Klammern — die enden sonst im Frontalhirnlappen!). Dann findet man die ollen Zettel wenigstens im Supermarkt und muss nich so lange suchen…

Justify

Feb 112017

Man sollte meinen, wenn man etwas gekauft hat, dann hat man hinterher die Gewalt darüber. Richtig? Richtig. Ein Kühlschrank macht ja auch ohne Bedingungen zu stellen die Tür auf, wenn man daran zieht, oder?

Tja, man fragt sich, wie lange noch. Spätestens nachdem Microsoft jetzt angefangen hat, ungefragt auf dem Sperrbildschirm (und an anderer Stelle) von Windows 10 Werbung einzublenden — sind wir hier beim Privatfernsehen, oder was? — erscheint mir die Zukunft düster.

Hungrig? Dann guck doch erstmal die Werbung für Produkt XYZ in voller Länge! Vorher bleibt die Tür zu. Bloß gut, dass moderne Kühlschränke schon mit Display und WLAN geliefert werden…

Aber mal ganz im Ernst, habt ihr noch alle Tassen im Schrank bei Microsoft? Dass ihr bei Skype Werbung einblendet, ok, das ist ein kostenloses Programm, bei dem ihr jetzt versucht Entwicklungskosten wieder einzuspielen. (Nicht, dass ich euch verzeihe, dass das Programm nicht richtig funktioniert und nun schon zum 11. Mal meinen Nachnamen wissen will. Mal gucken, ob das Schimpfwort im Formularfeld länger hält, als der vorherige Fantasiename…) Aber Windows 10 habe ich tatsächlich gekauft, sogar als Professional-Version. Da erwarte ich, dass ihr mir nicht mit Werbung auf den Sack geht oder sonstwie versucht, meinen Rechner zu kapern!

Und mag man in einer Produktivumgebung noch bei Werbung für Adobe Elements ein Auge zudrücken — spätestens bei Werbung für „Findet Dory“ im Büro hat man die Nase gestrichen voll! Was kommt als nächstes? Werbung für Adult-Content im Grundschul-Computerkabinett?

Also bitte beherrscht euch mal bei Microsoft. Ich bin erst von Apple zu euch gewechselt — natürlich wissend, dass es ein Austausch von Pest und Cholera sein würde — aber mit dem Sprung vom Regen in die Traufe hatte ich nun wirklich nicht gerechnet!

Jajaja, irgendwann einmal hatte ich hier im Blog noch Elan, mich über Apple aufzuregen. Angekündigt waren mehr Tiraden, als es schlussendlich werden sollten — mir ging die Luft/Lust aus (nicht die Themen, wohlgemerkt). Anlässlich des aktuellen Chansons des Monats (Oktober 2016), Der Apfel ist nicht mehr unser Freund von Thomas Pigor, den ich neulich im DLF hörte, möchte ich hiermit diese Artikelreihe abschließen:

Der Vollständigkeit halber hier noch meine Notizen zu Dingen, die mich an Apple so störten, dass ich wieder ins feindliche Lager (Birne) übergelaufen bin:

Aktuelles Nervthema ist übrigens, dass Apple mich bei meinem iPhone 4s mittels Deaktivierung des Appstores zu einem Update zwingen möchte. Neue Apps (sofern man welche findet, die auf der alten Version noch laufen) kann man weiterhin mittels Rechner und iTunes installieren, aber das ist halt unbequem. Warum ich nicht update? Ich möchte nicht, das der Backstein noch langsamer wird und der Akku noch schneller K.O. geht.

Allerdings sehe ich es schon kommen: Wenn der Backstein mir endgültig den Dienst versagt, werde ich wohl wieder bei Apple landen — die sind momentan leider immer noch die einzigen, die ein 4-Zoll-Smartphone anbieten.

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