Wahl, Recht und Demokratie

Dass ich für eine Reform des Wahlrechts bin, ist kein Geheimnis. So hatte ich hier schon einmal darauf hingewiesen, dass es ein Akt der Demokratisierung wäre, den WählerInnen ein Nein zu allen Parteien und Personen, die sich zur Wahl stellen, zu ermöglichen. Dies ist einfach zu machen und trennt die Spreu vom Weizen. Die, die zu faul sind, um ihre Bürgerrechte wahrzunehmen, von jenen, die sich zum Zeitpunkt der Wahl von den zur Wahl Stehenden nicht repräsentiert fühlen. Außerdem würde es eine Reihe dümmlicher PolitikerInnenkommentare verhindern, die nach der Wahl immer behaupten zu wissen, wie die Nichtwähler sich entschieden hätten, wenn sie das getan hätten, was sie offensichtlich gelassen haben.

Auch wäre eine Wahlpflicht toll. Die zur Hilfe gerufene Polizei kann sich ja auch nicht aussuchen, ob sie hilft oder nicht. Und damit uns nicht die Ahnungslosen beherrschen, wäre ein kurzer Sozial-Kunde-Test direkt in der Wahlkabine nützlich. Fünf Fragen, die die Grundprinzipien der Demokratie betreffen, könnten doch per Zufallsgenerator auf die Wahlzettel gedruckt werden und nur wer diese richtig beantwortet, dessen/deren Stimme ist dann auch gültig.

Die Stimmenzahl, die mich nach der Wahl dann am meisten interessieren würde, wäre die Anzahl der WählerInnen, die am Sozial-Kunde-Test gescheitert sind.

3 Antworten auf „Wahl, Recht und Demokratie“

  1. Da die Koalitionsspiele immer so beliebt sind, schlage ich vor, jeder Wähler bekommt 100% und kann die auf Parteien seiner Wahl verteilen, z.B. 100% Grün oder 50%FDP und 50%Grün. Wer kein Mathe kann, der fliegt raus.

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