Die Bank gewinnt immer

Wer schwankend in seiner Wahl, hat wie für’s Zähneputzen, Geschirrspülen und vieles mehr ein technisches Gerät: den Wahlomat. Endlich wird dem bekenntnisreichen Ja zu einer Partei ein untrügerischer Kalkulator beiseite gestellt, der den eigentlich recht komplexen Frage-Antwort-Prozess auf ein paar Minuten reduziert. Man muss nicht mehr lange Zeitung lesen — lesen, also nicht die Bildzeitung — und kann sich auch den Vergleich politischer Programme von Parteien sparen, was ohnehin eine gute Idee ist. Hin und wieder befrage ich mich, wo ich politisch stehe oder nutze den Wahlomat, um mir meine bereits getroffene Wahlentscheidung bestätigen oder vermiesen zu lassen. Zwei Wahlen stehen an und damit auch die Möglichkeit den Wahlomat anzuwerfen. Skeptische Menschen, wie ich, lassen den Wahlomat mindestens zweimal durchlaufen. Sowohl für Baden-Württemberg als auch für Rheinland-Pfalz hab‘ ich’s getan. Also insgesamt vier Durchläufe und, was soll ich sagen, es gewann immer einer, und zwar mit Abstand. Eine Partei, die vorher nie in meiner Wahlomatauswahl erschien, die Piratenpartei. Verdammt! Haben die das Ding gehackt?

Eine Antwort auf „Die Bank gewinnt immer“

  1. Also ich hab das mal Zwei durchgespielt und kann es bestätigen. Man sollte einen Preis für den ausloben, bei dem es nicht stimmt!

Kommentare sind geschlossen.