Seit Längerem schon versuchen altgediente Parteisoldaten die Unsinnigkeit der Demokratie augenfällig zu machen. Müntefering und Clement von der SPD haben die Wahlen verspottet, wenn sie darauf verwiesen, dass der Wähler nicht erwarten kann, dass Wahlversprechen eingehalten werden. Wahlwerbung ist also immer das, was in der Produktwerbung sittenwidrig ist.

Am Sonntag ist in Sachsen Wahl und da lohnt der Blick auf die, die der Verfassungsschutz vergisst zu beobachten. Die CDU wirbt mit der Behauptung, die Zweitstimme sei für den amtierenden Ministerpräsidenten. Nein, ist sie nicht, sondern in jedem Fall für den künftigen Ministerpräsidenten. Der wird im übrigen unser aller Sachsen Ministerpräsident werden, also sollte man mit diesem Amt keine Wahlwerbung für nur eine Partei machen. Stillos. Außerdem ist die Zweitstimme auf gar keinen Fall für eine konkrete Person, sondern für eine Partei. Aber so etwas muss die CDU ja nicht wissen, um trotzdem für Demokraten gehalten zu werden? Oder will man vom Verfassungsschutz beobachtet werden? Aber die haben sich ja auch aus der Demokratie verabschiedet.

 

CDU

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Aug 232014

Manchmal gibt es sie, die kleinen Momente, in denen ich glaube, dass die Welt noch in Ordnung ist. Momente, in denen andere Menschen mich durch ihren Glauben an das Gute in jedem Chaoten überraschen. Ich hoffe, sie werden nicht enttäuscht! Ich bezweifle es. Denn nicht einmal der harmlose Werbe-Flyer-Austräger oder die harmlose Werbe-Flyer-Austrägerin kommt in der Regel der Bitte nach, seine/ihre Ware zu behalten.

Boeller


Noch 121 Tage 14 Stunden bis Silvester! 

 

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Aug 172014

Während die CDU der fünfziger Jahre dem nicht freiwillig heimgekehrten Wehrmachts- und SS-Soldaten (plus Polizeibataillon etc.) eine Heimat in der Kontinuitätsvorstellung des Russlandfeldzuges in einfacher Bildsprache anbot, ist in der Wahlwerbung der Postmoderne nichts mehr einfach.

Deutscher verteidige Dein Reich!

Die Linke entfacht ein symbolisches Verwirrspiel, bei deren Entschlüsselung man erst einmal eine Rauchen sollte. Zwar gibt es gelegentlich Streit zwischen den Kulturen oder auch interreligiösen Streit, aber das Motiv des Wahlplakats zeigt nicht etwa eine Moschee, sondern die Yenidze, sprich eine alte Tabakfabrik in Sachsens Hauptstadt. Damit wäre der eine Textteil geklärt, aber der andere kommt etwas versteckter daher. Weltoffen ist jetzt nur noch über den Umweg des Tabaks zu haben. Getreu dem Motto: Deutsche kauft deutschen Tabak! Wem’s gelingt, der kann dann auch auf das Weltoffen verzichten. Darauf eine Weltfriedenspfeife!

Yenidze

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Saft, gib mir Saft!

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