Also ich habe ja schon vorher bei Euch einmal und dann nie wieder etwas bestellt, aber selbst wenn nicht, wäre es damit jetzt vorbei. Duckface-Gesichter sind auch sonst nicht so mein Geschmack, aber dann noch das Duckface-Toupé? Musste das wirklich sein?

Ach, und ich weiß nicht, warum diese Aktionszettel keine Werbung sein sollen, aber der Briefkasten-Aufkleber „Keine Werbung!“ hält diese leider nicht fern… Na, ab in den Papierkorb — wie üblich! Immerhin reicht’s für einen Blogpost ;-)

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Dez 222016

die im Deutschen Bundestag ohnehin nicht an den parlamentarischen Debatten teilnehmen, sollen zunehmen.

Nachdem eine Idee, die hier im Blog schon einmal in sarkastischem Mühen geäußert wurde,

(Und damit uns nicht die Ahnungslosen beherrschen, wäre ein kurzer Sozial-Kunde-Test direkt in der Wahlkabine nützlich. Fünf Fragen, die die Grundprinzipien der Demokratie betreffen, könnten doch per Zufallsgenerator auf die Wahlzettel gedruckt werden und nur wer diese richtig beantwortet, dessen/deren Stimme ist dann auch gültig.)

nun wohl auch die FAZ infiltrierte, möchte ich — einmal dabei — gleich noch ein anderes Problem der Demokratie lösen. Der Präsident des Deutschen Bundestages, Dr. Norbert Lammert, fürchtet, dass viel zu viele Abgeordnete nach der nächsten Wahl den Sprung in die Diäten schaffen. Wie wäre es, so schlug ich schon auf twitter vor, wenn die Abgeordneten, die über die Parteienstimme in das Parlament geraten sind, an 100 Prozent der Wahlberechtigten gemessen würden? Gut, die nicht ganzen Abgeordneten, die bei diesen Rechenspielen anfallen, kann man grundsätzlich auf Ganze abrunden. Sonst wäre meine Wahlkritik doch allzu schneidend.

Rom

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Seit längerem nimmt ein Kampf Fahrt auf, und zwar der um die Kontrolle der wirtschaftlichen Verwertung des Internets. Hierzu sollen Verkehrsregeln geschaffen werden, die die Verwertung des Einzelnen gewinnbringend erlauben.

Soziale Medien leben von der Mitwirkung Vieler. Es lohnt sich also hier normierend einzugreifen. Außerdem äußern sich die Mitwirkenden nicht nur politisch-kulturell, was allein eine Menge Informationen für den sozial vermessenen Menschen bietet, sondern die Mitwirkenden zeigen sich zugleich mit ihren Gewohnheiten, sprich ihrer ganzen Lebensweise. Dazu gehören Informationen über die Uhrzeit der Kommunikation, den Aufenthaltsort, häufig sämtliche soziale Netzwerke via Adressbuch, und, und und. Normiert man die Erzählungen der eigenen Lebensweise, greift der Machthaber aber in die Lebensweise der Einzelnen ein.

Für die Personenbeschreibungen, z.T. Selbstbeschreibungen, (Daten) interessieren sich klassische Ordnungsinstitutionen, wie Polizei und Geheimdienste, und eben die Globalplayer der Marktwirtschaft, z.B. klassische Medien, die sich modernisieren. Letztere denunzieren länger schon die Sozialen Medien als inkompetent und sehen sich seit kurzem mit dem Vorwurf der Lügenpresse konfrontiert. Ganz so als könnte man Kommunikation generell auf Wahrheit umstellen.

Einen traurigen Höhepunkt dieser Entwicklung stellt das sogenannte Leistungsschutzrecht da, das uns ausgerechnet der Springerkonzern beschert hat, dessen Bild in der Ökonomie der Aufmerksamkeit auf sexualisierte Desinformation setzt. Andere Blätter des Konzerns versuchen es dann auch schon einmal mit Analysen, und zwar mit Analysen die Politikern einreden, das die Bürger sich mittels Internet falsch informierten und daraufhin falsche Wahlentscheidungen träfen (Welt am Sonntag, Nr. 47, S. 8 unten). Vor dem Internetzeitalter las der Bürger noch Bild und wählte CDU (meistens). 

Die um ihre Wahlsiege bangenden Politiker, wollen den Bürger aber jetzt für- und vorsorglich ‚unmanipuliert‘ seine Wahlentscheidung treffen lassen. Soziale Medien seien, so Volker Kauder, seines Zeichens Vorsitzender der CDU-CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, zu Hass-Plattformen verkommen. Solche Ansichten werden dann auch schon einmal Querbeet durch politische Parteiungen hindurch geäußert. Doch ist diese Beschreibung hinreichend?

Soziale Medien sind Multiplikatoren und bedrohen daher klassische Medien. Ihre Reichweite ist quasi unbegrenzt und erlaubt Kundenakkumulation von bisher unbekanntem Ausmaß. Wer sich in Berlin auf den Alexanderplatz stellt, begegnet auch Kriminellen, Wählern aller politischen Couleur, radikalen Veganer und Islamisten sowie einer Reihe von sympathischen Menschen. Je nach Präferenz sucht sich ein jeder seinen Gesprächspartner. Kurz: Wer Hass sät, wird Hass ernten und wer Hass sucht, wird Hass finden. Dies ist jedoch ein gutes Zeichen, denn es zeigt den in seiner Meinungsäußerung freien Menschen, ob er den jeweils anderen nun für dumm hält oder nicht. 

Der CDU/CSU/SPD ist dies jedoch suspekt. KauderMaasGabrielMerkel wollen hier Ordnung stiften. In der wichtigsten parlamentarische Debatte, der Haushaltsdebatte, forderte die Bundeskanzlerin in der letzten Woche hier Regeln. Nur was hat dies mit dem Haushalt zu tun? Offensichtlich geht es um eine Liaison aus Wirtschaft, Politik und Moral. Vorgenannte wissen was falsche und was richtige Nachrichten sind und wie man diese Daten kontrolliert. Hoppla Deutschland, da ist er wieder, der vormundschaftliche Staat.

Was diese Politiker angeblich kritisieren, wollen sie eigentlich für sich, die Technik der Manipulation. Mit ihnen im Bunde sind Medienkonzerne wie Springer. Wie solche Instrumente zur ‚richtigen Berichterstattung‘ bzw. Schaltung von Werbung funktionieren, stand schon einmal im Blog der FAZ. Sprechend ist die wissenschaftliche Unterfütterung in der Welt am Sonntag, Nr. 47, S. 9 oben. Hier wird Professor Dr. Jürgen Pfeffer wie folgt präsentiert: „der amerikanische Wahlkampf (Trump versus Clinton) und sein Ausgang hätten ganz sicher gezeigt – auch wenn er dafür keine empirischen Beweise habe…“ Vermutlich ist das, dieses postfaktische Zeitalter von dem alle reden.

Klassische Medien werden sich darauf einstellen müssen, wenn sie nicht besser sind als diese Meinungsbots in den sozialen Medien, dass sie untergehen. Wer Informationen sucht, wird auch weiterhin zu den Qualitätsmedien greifen. 

ps Google-Ads, nur mal an den Autoren (Krsto Lazarevic) der Welt am Sonntag, Nr. 47, S. 8 unten, sorgt nicht dafür, dass Google für Klicks zahlt, sondern dafür, dass Google Geld prozentual weiterreicht. Google holt sich dies Geld bei jenen, die die Werbung schalten.

pps Als Antwort an Volker Kauder: Straftaten von Einzelnen in den sozialen Netzwerken sind strafbar und werden schon jetzt strafverfolgt. Und das ist auch gut so. Aber es sollten nicht die Hersteller des Papiers verklagt werden, auf dem eine Beleidigung steht.

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Jajaja, irgendwann einmal hatte ich hier im Blog noch Elan, mich über Apple aufzuregen. Angekündigt waren mehr Tiraden, als es schlussendlich werden sollten — mir ging die Luft/Lust aus (nicht die Themen, wohlgemerkt). Anlässlich des aktuellen Chansons des Monats (Oktober 2016), Der Apfel ist nicht mehr unser Freund von Thomas Pigor, den ich neulich im DLF hörte, möchte ich hiermit diese Artikelreihe abschließen:

Der Vollständigkeit halber hier noch meine Notizen zu Dingen, die mich an Apple so störten, dass ich wieder ins feindliche Lager (Birne) übergelaufen bin:

Aktuelles Nervthema ist übrigens, dass Apple mich bei meinem iPhone 4s mittels Deaktivierung des Appstores zu einem Update zwingen möchte. Neue Apps (sofern man welche findet, die auf der alten Version noch laufen) kann man weiterhin mittels Rechner und iTunes installieren, aber das ist halt unbequem. Warum ich nicht update? Ich möchte nicht, das der Backstein noch langsamer wird und der Akku noch schneller K.O. geht.

Allerdings sehe ich es schon kommen: Wenn der Backstein mir endgültig den Dienst versagt, werde ich wohl wieder bei Apple landen — die sind momentan leider immer noch die einzigen, die ein 4-Zoll-Smartphone anbieten.

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