Ich möchte eine kurze Frage an die wohlgeneigte Leserschaft richten, die einer kurzen (stimmungsvollen) Einführung in das Thema bedarf.

Es ist Winterzeit und dementsprechend recht häufig dunkel, wenn man draußen unterwegs ist. Als Fußgänger am besten mit heller Kleidung gewappnet, als flinker Fahrradfahrer allerdings besser noch mit Licht und Warnweste ausgestattet, lässt es sich im Stadtverkehr doch einigermaßen sicher überleben. Doch was, wenn die Lichtanlage des Drahtesels einmal ausfällt? Und der unaufmerksame Fahrradfahrer dies im Scheine etlicher Straßenlaternen (wir sind gerade rein hypothetisch in der Stadt unterwegs) nicht sofort bemerkt?

Lieber Leser, liebe Leserin, wäret ihr in dieser Situation als nicht (mehr) leuchtender Fahrradfahrer dankbar für einen Hinweis anderer Verkehrsteilnehmer?

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Aus gegebenem Anlass möcht ich an dieser Stelle allen Beteiligten gratulieren:

den völlig wahnsinnigen Al-Qaida-/ISIS-/Was-auch-immer-Terroridioten, unseren besorgten (Innen-)Politikern und ihren willfährigen Medienschlam… Mediengehilfen.

Damit mich jetzt niemand falsch verstehe: Was da in Paris passiert ist, ist indiskutabel eine Ungeheuerlichkeit. So manche Reaktion darauf aber nicht minder.

Immer wieder hört man Innenexperten, und darunter sollen hier auch Personen wie Herr Wendt oder Herr Zierke subsummiert werden, vor der Gefahr durch den islamischen Terrorismus warnen. Die abscheulichen Taten von Paris haben jetzt weiter dazu beigetragen, viele Menschen von der Realität dieser Gefahr zu überzeugen. Selbst hier in Sachsen mit seinen unter 0,1 Prozent Muslimen soll es zurückgekehrte ISIS-Kämpfer geben. Ja, es soll sogar Leute geben, die ihre Teilnahme an der Anti-Pegida-Kundgebung auf dem Neumarkt absagen, aus Angst dort in die Luft gesprengt (oder erschossen?) zu werden.

Wie viele Sorgen müssen wir uns nun also machen? Wahrscheinlich keine.

In Deutschland ist bisher noch niemand bei einem islamistischen Terroranschlag gestorben, ganz im Gegensatz zu rechtsextremen Terroranschlägen.
Selbst wenn man die Opferzahlen von Frankreich nach Deutschland übertragen möchte, es waren siebzehn Tote bei einer Gesamtbevölkerung von etwa 65,8 Mio., also etwa 2,5 * 10-5 Prozent, wären dies, hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung Deutschlands, also etwa 21 Menschen. Im Vergleich dazu sind in 2013 3.614 (0,0045 %) Deutsche bei Verkehrsunfällen und 44.813 (0,055 %) durch Lungen- und Bronchialkrebs ums Leben gekommen.

Ich verstehe sicherlich, dass jeder Tote eine Tragödie ist und man diese Zahlen nicht gegeneinander aufrechnen kann. Ich möchte aber demonstrieren, dass hier eine Gefahr postuliert wird, die statistisch völlig insignifikant ist.
Oder wieviele Leute kennen Sie, die nicht mehr auf die Straße gehen aus Angst überfahren zu werden?
Warum diskutieren wir Vorratsdatenspeicherung (ein für die Terrorabwehr übrigens völlig ungeeignetes Werkzeug) statt Tempo 120 auf den Autobahnen oder mehr Geld für die Krebsvorsorge oder -forschung?

In diesem Sinne:
Möge Allah Sie auf Ihrem Wege zum Zigarettenautomaten beschützen!

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Vor nicht ganz zwei Jahren gab es in diesem Blog schon einen Kommentar zum Mohammed-Karikaturen-Streit, ebenso wie gelegentlich einige Anmerkungen über die vermeintliche Verletzung religiöser Gefühle anderer Religionen hier zu haben sind. Die Freiheit sich über die Gruppenidentitäten anderer hinwegzusetzen und sie gar zu verspotten, geht nicht damit einher, den Inhalt dieser Karikaturen gut zu heißen, es ist nur die Voraussetzung unseres Gemeinwesens. Wir wollen abweichende Ansichten nicht mit dem Tod bestrafen, daher sind rechtliche Spielräume, Toleranzen, hierfür weit gefasst. Wer glaubt, dass eine uniforme Welt möglich ist, der ziehe doch bitte zurück auf die NS-Zeit. Damals vor Stalingrad war auch alles schön.

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