der Erbadel Europas hat ein Problem mit der Biologie, soll heißen, die Nachfolge in so manch hohem Amt hängt an der unbefleckten Abstammungslinie. Eine der größten Krisen im Hochadel Europas löste im 20. Jahrhundert ein Rittmeister aus, von dem gesagt wird, er hätte einen der Abonnenten auf  den englischen Thron (zur Zeit fünfter Platz) gezeugt. Bedenkt man also, dass Lady Diana ihre erste nebeneheliche Affäre mit ihrem Reitlehrer hatte, muss man die Subtilität unseres Bundespräsidenten Gauck bewundern, der englischen Königin ein Gemälde zu schenken, auf dem ein Reitlehrer mit junger Frau zu sehen ist. Früher löste so etwas noch Kriege aus, heute nur Stirnrunzeln: 

p.s.: Da der Titel des Bildes „Pferd in Royalblau“ lautet, könnte man auch noch auf den Dudeneintrag zu Royalblau verweisen: „die Farbe wurde unter König Ludwig XIV. von Frankreich (1638–1715) eingeführt.“

Send to Kindle
Jun 162015

*Klingelton*

*Klingelton*

*Klingelton*

Köln: Hallo?

Israel: Hier Israel. Eure Volkshochschule wollte demnächst die Ausstellung „Breaking the Silence“ zeigen?

Köln: Ja? Und?

Israel: Das gibt doch nur wieder antisemitische Hetzkampagnen, wenn ihr die zeigt. Ist schlecht für unsere Freundschaft. Das könnt ihr doch nicht wollen, oder?!

Köln:

Israel: Wir fordern darum, dass die Ausstellung in Köln nicht gezeigt wird.

Köln:

Köln: Tut uns leid, aber seit 1945 können auch Juden bei uns wieder frei ihre Meinung äußern. Einen schönen Tag noch.

*Klick*

*Freizeichen*

 


 

So oder so ähnlich (etwas weniger polemisch vielleicht) hätte ich mir persönlich den Kölner Umgang mit dem Thema gewünscht, aber scheinbar ist Kölns Rückgrat (bzw. das des OBs und seiner Truppe) genauso stark, wie das Bier dort.

Prost.

Send to Kindle

es könnte der für Bauwesen und Stadtentwicklung verantwortliche Bürgermeister (Reuter) zum Ober-Bürgermeister Freibergs gewählt werden. Doch dessen Credo muss sein: „nur ein toter Radfahrer ist ein guter Radfahrer“. Denn die baulich erzeugte Verkehrssituation ist so.

Wo? Z.B. in der Ehernen Schlange. Der für Radfahrer zwingend vorgeschriebene Radweg beginnt, aus der Satdt kommend, genau hinter dem Scheitelpunkt einer Biegung, so dass der Radfahrer zunächst weit auf die Fahrbahn, die Autofahrer an dieser Stelle gerne schneiden, ausweichen muss, um dann auf den Fahrradweg zu biegen (untere weiße Linie).

eherneSchlange1

Auch dort, wo der zwingend vorgeschriebene Radweg endet, liegen die Dinge falsch. Hier muss der Radfahrer aus dem bereits abbiegenden Radweg auf die Straße, direkt in den Einfahrtsbereich eines Kreisverkehrs fahren. Dabei hat er den denkbar schlechtesten Blick auf den Autoverkehr.

 

eherneSchlange2

 

Freibergs schlechte Verkehrsplanung war schon einmal bundesweit bekannt geworden, als Werner Helfen live bei deren Kritik gefilmt wurde, sieh hier:

Warum aber Helfen nun den verantwortlichen Bürgermeister für Stadtentwicklung zur Wahl empfiehlt, weiß er wohl nur selbst. Wer vielmehr die Demokratie ausloten möchte und sich gern in Alternativen verfängt, der stimme für eine hoffentlich bessere Stadtplanung, sprich für Sven Krüger.

svenKrueger

Send to Kindle
Jun 062015

Amos Oz hat einen Roman auf Deutsch vorgelegt, den er Judas nennt. Seit der für die aktuelle deutsche Kultur denkwürdigen Debatte um Sarrazins krude Thesen verdanken wir Leon de Winter ein Bonmot über den Zusammenhang von jüdischer Intelligenz und Fisch. Oz‘ Judas verhält sich wie eine Fischgräte, die man verschluckt hat, wenn Judas zum einzigen gläubigen Christen verklärt wird. Schließlich hätte Judas lediglich der Vorhersehung gedient, wenn er Jesus für einen ganz und gar unglaubwürdigen Betrag an die Römer verraten hätte. Jesus, den ohnehin jeder in Jerusalem gekannt hätte, sträubte sich noch seiner Bestimmung zu folgen und wäre lieber in Galiläa geblieben, weiterhin damit beschäftigt Wunder zu tun, Wunder, die ihn als Heiler auswiesen, aber eben nicht als Messias. Die Show, die Judas sich erhofft hätte, die Show bei der Jesus zur Primetime vom Kreuz zu steigen gehabt hätte, bleibt aus und damit der Beweis für die zur Kreuzigung versammelten Juden und Römer, dass Jesus der Erlöser ist. Ja, das Reich des Friedens und der Liebe ist bis heute nicht von dieser Welt, wie Oz an der Staatsgründung Israels exzemplifiziert. Seine Helden sind Gefangene der Unfähigkeit zur Liebe, der Liebe zum Nächsten, zum Anderen, zu sich selbst oder der zwischen Mann und Frau. Frieden, gar ewiger, ist ohne Liebe jedoch nicht zu haben. So bleibt der Zauber von Oz im Halse stecken und seine Geschichte eine dieser Geschichten, die man sich in Jerusalem zu tausenden erzählt.

Rom

Send to Kindle
© 2013 Generatoren