Streetart I: Krakau

Nicht jeder Straßenkünstler ist gleich Banksy und nicht jeder, der sich für einen Straßenkünstler hält, ist auch ein solcher. Alternativnamen gibt es für die Straßen- und Wandverzierungen dieser — nennen wir sie Künstler — jedenfalls genügend, manche treffender als andere. Aber abgesehen von wild verstreuten Möchtegern-Tags, fettem Möchtegern-Graffiti oder seltsam bekritzelten DHL-Paketaufklebern, alles scheinbar sinnlose Ausdrücke von scheinbar zu viel Freizeit oder Taschengeld, gibt es auch interessante, lustige oder schöne Farbdetails im urbanen Dschungel zu entdecken. Manchmal sind eben auch kleine „Wandschmierereien“ sehr nett, wenn auch nicht unbedingt künstlerisch sehr wertvoll.

Die folgenden Fotografien zeigen Ausschnitte aus den Krakauer Straßenfluchten mit einer zum Teil wunderbar ironischen Haltung des Künstlers zu seiner Umgebung, seiner Aussage, sich selbst (z.B. die WallStreet, wie ich finde). Einiges ist möglicherweise einfach nur Schmunzelmaterial oder auch vielleicht gar nicht beachtungswürdig, aber ob man nun vorbeigeht oder einen Augenblick verharrt, bleibt schließlich jedem selbst überlassen.

Die Freiheit erkennt man in der Freiheit der Anderen.

Wenn es ein Patentrezept gegen Gewaltverbrechen und Terrorismus gibt, dann ist es vielleicht im wunderbaren Geiste der folgenden Worte zu finden.

The answer to violence is even more democracy,
even more humanity, but never naïveté.

— der norwegische Premierminister Jens Stoltenberg am 22.07.2011 —

(Video der Pressekonferenz mit englischen Untertiteln,
offizielles Transcript der norwegischen Regierung)

Nicht aber in der Entwicklung von weiteren Instrumentarien zur Generalverdächtigung, Überwachung und Indoktrination des Volkes. „Strength through unity! Unity through faith!“ (Lewis Prothero)