Eins, zwei, drei… frei!

Pink Tank in Prag
Los, interpretier!

Vor 66 Jahren erschien gestern auf den Tag genau die letzte Dresdner Ausgabe der NS-Zeitung „Der Freiheitskampf“. Während wir Deutschen bereits einmal kapituliert hatten, ein zweites Mal sollte binnen Tagesfrist folgen, hoffte man in Dresden noch auf einen deutschen Endsieg. In beispiellosem Tempo waren die sowjetischen Truppen nach Prag geeilt, um die dort nicht minder uneinsichtigen deutschen Besatzungstruppen auf tschechischem Boden zur Erfüllung der Kapitulation zu zwingen und die aufständischen Prager zu unterstützen. Dresden hatten sie glatt ‚rechts‘ liegen gelassen. Am 8. Mai 1945 legten die deutschen Besatzer in Prag die Waffen nieder. Erst auf dem Rückweg wurden die Dresdner daran erinnert: Es ist vorbei. In der UdSSR feierte man übrigens deswegen den 9. Mai als Tag der Befreiung, weil tatsächlich die zweite und damit endgültige Kapitulationsurkunde an diesem Tag unterzeichnet wurde, dann aber auf den 8. Mai datiert worden war. Die ursprüngliche Kapitulationsurkunde stammte hingegen vom 7. Mai und trat am 8. Mai in Kraft.

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