Ja, Meica macht das Würstchen!

Spieltheoretisch sind die Sondierungsverhandlungen spannend. Dort wird ja nicht nur geschaut, ob sich ein gemeinsames Regierungsprogramm für Jamaika finden lässt, sondern vielmehr wird zugleich versucht den künftigen Mitbewerber im politischen Spiel zu schädigen. Gelingt es z.B. der CSU den Grünen abzuringen, eine Flüchtlingsobergrenze zu akzeptieren, dann haben diese sich derart weit von ihrer Klientel entfernt, dass sie künftig nur noch auf magere 6,2 Prozent Wählerstimmen hoffen dürfen, also soviel wie die CSU derzeit bekommt. Das dabei auch noch der Rechtsstaat in Frage gestellt wird, zumindest dann, wenn das Asylrecht bestehen bleiben soll, mag den bayerischen Patriarchen nicht stören, mich aber schon. In den Startlöchern für morgen Abend stehen jedenfalls die besten Sprinter der Parteien, denn wer zuerst das Scheitern der Verhandlungen erklärt, darf sich Hoffnungen machen, beim Wähler am besten aus der Sache wieder rauszukommen.