Katzen und Monumente

Katze und die Vatikanischen Museen
Katze und die Vatikanischen Museen

In welcher Verbindung stehen eigentlich Katzen und Monumente? Dass Katzen in der ägyptischen Mythologie bei Mumien eine allergische Reaktion hervorrufen, weiß man seit dem Film „Die Mumie“. Aber  auch heute — lang nachdem auch der letzte untote Bandagenträger das Endzeitliche gesegnet hat — scheinen Katzen eine enge Verbindung mit der Unvergänglichkeit einzugehen. In den antiken Stätten Europas existieren ganze Kolonien an Samtpfoten, die es sich zwischen römischen Stelen und Kapitellen bequem machen. Der Vatikan, Zentrum der römisch-katholischen Kirche, gestattet es schwarzen Vierbeinern in den eigenen Mauern abergläubische Touristen zu erschrecken.

Igreja do Carmo
Katze in Lissabon

Auch die mittelalterlichen Ruinen der Igreja do Carmo in Lissabon, die seit dem großen Erdeben im Jahr 1755 den Chiado prägen, gewährt einem gut genährten Stubentiger Obdach. Mit Halsband und unbeschränkten Zutrittsrechten zur Ruine (soweit Besucher ihm die Tür aufhalten) ist er alleiniger Herrscher dieser Anlage. Sogar im archäologischen Museum, das in der erhalten Apsis untergebracht wurde, gehört er  gerngesehen und beschmust zum Inventar.

Doch worin liegt die Faszination für die Tiere? In der Aura des Altehrwürdigen oder vielleicht doch nur in der relativen Ruhe, die es ausstrahlt? Wer weitere Theorien hat, mag sich äußern. Bilder sind auch willkommen.

Katzen im antiken Rom
Katzen im antiken Rom