Jun 132013

Zwar scheint der Kilopreis hier sehr hoch, doch rechtfertigt der Aufwand für’s Filetieren das Preis-/Leistungsverhältnis!

Bee Steak

Wenn ich an einem schönen Tag
Durch eine Blumenwiese geh‘
Und kleine Bienen fliegen seh‘
Denk‘ ich an eine die ich mag

Sep 072011

Wenn die Grünen in Berlin die Wahl gewinnen, dann wird, wie Kühnast sagt, nicht alles anders, aber vieles besser, grüner ja vielleicht?

 


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Rosenthaler Danke Torert, du Foto-Graf!

Aug 112011

Man kann sich ja nur wundern, wie Konzerne versuchen uns für dumm zu verkaufen… Zur Zeit der rot-grünen „Energiewende“ haben die besagten Konzerne noch recht still gehalten, wahrscheinlich in Sicherheit gewogen durch die Beteuerungen der CDU, dass man die Chose später wieder anders regeln würde.

Inzwischen, nach der vielbeschriebenen 180-Grad-Wende unserer jetzigen Regierung und den Kursverlusten an der Börse durch — möglicherweise zu regenerativen Energieanlagen — flüchtende Anleger, wird wegen der vorerst wenigen abgeschalteten Atomkraftwerke bereits Zeter und Mordio geschrien was das Zeug hält. Gravierende Umsatzeinbußen seien zu verkraften, Standorte werde man schließen müssen, Angestellte — gleich ganze 10.000 — müssten um ihren Job fürchten. Ach, und dem Steuerzahler entgingen ja dann auch die ganzen Einnahmen durch die Umsatzsteuer…

Es ärgert sehr, dass diese Konzerne nach langer Ankündigung der AKW-Auszeiten immer noch nichts getan haben, um sich und ihre Produkte zukunftsfähig, ressourcen- und umweltschonend zu gestalten. Die Hochleistungs-Melkkuh Atomstrom war doch deutlich erkennbar ein Auslaufmodell — auch in wortwörtlicher Hinsicht. Der nun drohende/angedrohte Arbeitsplätzeabbau hat vielmehr Ähnlichkeit mit einer Racheaktion für letztlich nicht eingehaltene Laufzeit- und damit Gewinnversprechen seitens der Politik.

Verraten und verkauft ist wieder einmal der kleine Michel, der über die Jahre doppelt und dreifach für Atomstrom berappen musste (ohne die Gesamtkosten überhaupt zu kennen), nun hinausgeschmissen und ob seiner Anti-Atom-Demonstrationen auch noch dafür verantwortlich gemacht wird, dass er weniger Steuereinnahmen aus der Wirtschaft zu erwarten hätte. Aber wenn vom Steuerzahler schließlich weniger Atomstrom subventioniert werden muss, gleicht sich das möglicherweise wieder mit den Steuerrückgängen aus. Wenn man dann noch Managergehälter auf den höheren Etagen dieser Konzerne kürzt wegen offensichtlicher Zukunftsblindheit, könnten vielleicht auch die bedrohten Arbeitsplätze wieder finanziell gesichert sein…

Apr 182011

Oder: Wieviele Kommissionen wir noch brauchen, um die Sicherheit der Atomkraftwerke abzuschätzen… Einige Gedanken zur aktuellen Situation:

  1. Radioaktivität ist gefährlich, Atomkraftwerke letztlich nicht sicher. Das haben Tschernobyl und die vielen vertuschten Vorfälle gezeigt. Und dass der signifikante Anstieg an Leukämie-Erkrankungen im Umfeld von AKW nur Zufall ist, sagt nur die Atomlobby.
  2. Was ist Restrisiko? Die Menge aller nicht vorstellbaren Gefährdungs-Szenarien oder die Menge aller nicht quantitativ messbaren? Zu beiden Mengen gehören Erdbeben und Tsunamis in Japan keinesfalls. Das mag in Deutschland nicht ganz so kritisch sein, wobei einem zumindest für Norddeutschland noch Sturmfluten und zu niedrige Deiche einfallen könnten. Dank der letzten Tanker-Havarien in deutschen Flüssen könnte man sich auch Sorgen machen um die Kühlwasserversorgung der AKW, falls einmal Öl oder Schwefelsäure vor der AKW-Entnahmestelle am Flusslauf ausläuft. Wenn Fukushima schon mit dem Salz im Meerwasser Probleme hat, was ist dann mit anderen chemischen Verbindungen im Kühlwasser? Und was ist mit Flugzeugabstürzen? Alleine schon die unmittelbare Nähe von AKW und Flughäfen, wie z.B. Frankfurt, müsste dieses Szenario aus der Wahrscheinlichkeit eines UFO-Absturzes in die Wahrscheinlichkeit eines menschlichen oder technischen Versagens katapultieren — immerhin stürzen Flugzeuge hin und wieder auch mal ohne Absicht ab…
  3. Atomstrom ist nicht günstig. Atomstrom wird vom Steuerzahler subventioniert und schließlich auch noch für teuer Geld am hauseigenen Stromzähler bezahlt. Atomstrom wird nicht in der Steckdose produziert. Die Entwicklung der Technologie, der Bau von Kraftwerken, der Betrieb, die Wartungen, die Beschaffung von Brennstäben und deren Endlagerung — all das sind Kosten, die hauptsächlich nicht am Stromzähler abgerechnet werden, sondern entweder vom Staat bereits gezahlt wurden oder noch bezahlt werden müssen. Übrigens liegt auch die Versicherung eines AKW nicht in den Händen des dahinterstehenden Energiekonzerns, sondern der mögliche Schaden auf unseren Schultern — im Fall des Falles sowohl radioaktiv als auch finanziell. Wenn die Atomstrom-Konzerne dies alles zahlen müssten, wären die Atomstrom-Preise wesentlich höher. Solange diese Kosten aber in Steuern und den Erblasten für unsere Kindeskinder versteckt sind, bleibt der Strom natürlich billig… Ein GAU wäre sowieso unbezahlbar.
  4. Endlagerung ist nicht das Rangieren von Castor-Behältern von A nach B. Endlagerung ist Verantwortung über tausende von Jahren. Keine Frage, dass wir unseren Atommüll selbst verantworten müssen, ihn nicht einfach nach Russland verklappen dürfen. Unser Müll — unser Problem. Wie ein kleines Kind den Dreck unter den Teppich zu kehren und zu hoffen, dass Mama da nicht drunter guckt, ist jedoch keine Lösung. Schon gar nicht für strahlenden Dreck. Doch wohin damit?
  5. Haben wir ein Asse im Ärmel? Ein Salzstock mit Wassereinbruch scheint eher eine tickende Zeitbombe zu sein für Stahlbehälter, die irgendwann in ihrer Suppe korrodieren. Hinzu kommt die Tatsache, dass diese Fässer, die anfangs noch ordentlich aufgeschichtet wurden, zuletzt unkontrolliert und undokumentiert einfach ein Gruben hineingestürzt wurden. Schadhafte Fässer? Egal, sieht man ja von oben nicht und wenn das Loch erst zuzementiert ist, existiert das Problem nicht mehr — eine Vogel-Strauß-Technik mit Profit…
  6. Apropos Profit: Warum liegen die derzeitigen Endlager eigentlich nicht in Baden-Württemberg oder Bayern, Ländern mit vielen AKW? Warum müssen die Länder die Sicherheit der Castor-Transporte gewährleisten und dafür bezahlen, die vielleicht ein Endlager, aber kein AKW haben? Solidaritätsprinzip einmal anders herum — nur warum möchte Bayern dieses dann abschaffen? Warum zahlen überhaupt die Länder für Endlagerung und nicht die Atomstrom-Konzerne? Das Sankt-Florians-Prinzip wird hier angewendet: „Heiliger Sankt Florian, verschon mein Haus, zünd andre an!“ Oder in anderen Worten: Atomstrom ja, aber Atommüll? Nein danke!
  7. Wo kommt das Uran für die Brennstäbe eines AKW eigentlich her? Es wird auf dem Weltmarkt gekauft — nicht bei uns abgebaut, sondern in Ländern wie Niger, wo Menschen dafür krepieren, dass wir diesen Rohstoff zur Produktion von Atomstrom nutzen können. Wir debattieren hier über die Probleme der Endlagerung im eigenen Land und vergessen ganz den Anfangspunkt dieser ganzen radioaktiven Kettenreaktion! Schon wieder steckt der Vogel Strauß den Kopf in den Sand und schaut nicht dahin, wo richtiges Leid entsteht…
  8. Die politischen Debatten, die „Revolutionen“ in der Energiepolitik — neulich die Merkel’sche Laufzeitverlängerung — sind hauptsächlich Scheindebatten, die für ein Stillhalten der Bevölkerung sorgen und nie die wirklichen Kosten der Atomenergie benennen. Die Grünen waren schon grün, bevor alle anderen Parteien auf einmal grün wurden. Und dank Rot-Grün hatten wir bereits eine Laufzeitbegrenzung unserer AKW in der Tasche. Bis, ja bis Schwarz-Gelb.
  9. Dank Schwarz-Gelb waren wir der Atom-Lobby schon wieder zu Diensten. Längere Laufzeiten, längere Einnahmefristen durch den Verkauf von Atomstrom, weitere Nutzung bereits abgeschriebener Technologien, weiterer Betrieb von veralteten Anlagen, weiteres Vertuschen von Störfällen, weiteres Manipulieren von Wartungsaufwand. Und die Brennelemente-Steuer? Wenn Atomstrom eine Brückentechnologie ist, hätte man diese ja zumindest auch für das Ende dieser Brücke einkalkulieren und in Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu regenerativen Energien und neuer Infrastruktur fließen lassen können. Und der Öko-Fonds? Sehr sinnvoll, wenn die Stromkonzerne die Ausgaben dafür wieder von der Steuer absetzen können…
  10. Dank Fukushima und den Landtagswahlen in NRW und BW haben wir nun auf einmal ein Moratorium und einige abgeschaltete AKW. Und die Energiekrise? Müssen wir jetzt Atomstrom aus Frankreich importieren, weil wir selbst nicht mehr genug haben? Natürlich nicht, denn wir haben eigentlich Energie im Überschuss. Nur der offene europäische Strommarkt sorgt jetzt dafür, dass billiger Strom aus den alten Meilern in anderen Ländern gekauft wird. Reine Marktwirtschaft, die nichts mit einer Energiekrise zu tun hat. Man fragt sich, wieso die alten und sehr störanfälligen AKW nicht schon eher abgeschaltet wurden…
  11. Und die Atom-Konzerne? Die klagen jetzt natürlich gegen den Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg aus der Atomenergie oder möchten weder Brennelemente-Steuer noch Öko-Fonds-Zahlungen mehr leisten — das war doch für profitorientierte Unternehmen ein absehbarer Schritt. Doch wer verklagt nun Schwarz-Gelb für die Kosten, die da auf den Steuerzahler hinzukommen, weil Schwarz-Gelb einige — dennoch verlorene — Landtagswahlen für wichtiger erachtete, als zumindest den Anschein an Konsequenz? Nicht, dass dies jetzt ein Aufruf wäre, bei den verlängerten Laufzeiten zu bleiben, aber auch die Politik kann nicht einfach „Halt!“ sagen und erwarten, dass dann Jedermann still steht und gesetzliche Regelungen ignoriert? Das mag vielleicht noch beim kleinen Mann funktionieren — wobei Stuttgart 21 ja Hoffnung macht — aber wenn es um’s große Geld geht?
  12. Was ist ein Heiligenschein für unsere christlich-demokratisch orientierten Parteien? Der radioaktive Strahlenkranz? Langlebig ist er auf jeden Fall, dieser Kranz. Langlebiger als politische Entscheidungen, die noch nicht einmal eine Haltbarkeitszeit von einer Legislaturperiode haben. Denn wir sind jetzt zwar alle grün, aber der Dreck unter dem Teppich überstrahlt — verstrahlt — uns noch lange, nachdem unsere heutigen Politiker, Lobbyisten und Wirtschaftsmagnaten ausgewirtschaftet haben.
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Strahlende Zukunft? Uns läuft die Zeit davon...

Was bleibt, ist die Hoffnung auf einen nicht allzu fernen Tag, an dem eine ehrliche Bilanz der Atomenergie gezogen wird — ohne Rücksicht auf Wahlergebnisse oder Manager- bzw. Beratergehälter — und an dem uns klar wird, dass unsere „alternativlose Brückentechnologie“ ein äußerst profitabler Massenmord auf Raten nicht nur über die letzten Jahrzehnte hinweg war, sondern dies auch über die folgenden Jahrhunderte hinweg auch weiterhin ist.

Wer hat daran verdient? Wer hat das verdient?

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