Vampirtod, vierter Teil

Twilight

Auch wenn im vierten Teil eigentlich gar kein Vampir stirbt, qualifiziert die Twilight-Saga für diese Serie. Immerhin stirbt im ersten Teil der böse James, im zweiten ein No-Name-Vampir durch die Hand von Aro und im dritten Teil mehr als nötig gewesen wären (das Gemetzel an der Neugeborenen-Armee durch die alliierte Cullen-Werwolf-Gang ist absolutes Highlight des Films, vor allem da die Werwölfe äußerst effektiv gegen Vampire sind, mit denen sie gerade keinen Friedensvertrag abgeschlossen haben, der sie daran hinderte, sie zu töten) plus die schöne Victoria. Das sollte reichen.

Quadruple TwilightLos geht’s! Quadrupel! Ja, das sind alle vier Teile hintereinander weg im Kino zusammen mit rund 300 anderen, zumeist weiblichen, potentiellen Blutkonserven. Auf alle Eventualitäten waren wir vorbereitet, genug zu Essen und zu Trinken, Koffein und Kopfschmerztabletten. Ein wenig makaber war es schon, Vampirfilme am Totensonntag zu schauen.

Aber nun zum zentralen Anliegen dieses Artikels: Twilight. Besser als die ZEIT könnte ich es auch nicht zusammenfassen:

Ein Vampir und ein Werwolf kämpfen um ein Mädchen, das Mädchen und der Vampir werden ein Paar, knutschen hemmungslos, aber mehr geht nicht, da der Vampir sonst die Kontrolle verlieren und seine Zähne in den Hals des Mädchens schlagen würde. Die Familie des Vampirs hat übrigens aus moralischen Gründen dem Menschenblut abgeschworen und saugt nur Tiere aus, was andere Vampirfamilien doof finden und schlimme Streitigkeiten nach sich zieht. Kurz: Die Geschichte von Twilight ist hanebüchener Quatsch – aber irre erfolgreich.

— ZEITmagazin 3.11.2011 Nr. 45 „Kinderzimmer: Die Helden unserer Jugend

Survival KitDer erste Abschnitt des vierten Teils „Breaking Dawn“ ist nunmehr auch abgedreht. (Und wer auch immer die deutsche Übersetzung der Buchtitel gemacht hat, sollte doch bitte den Beruf wechseln! Ich bitte euch, „Biss zum Morgengrauen“, das tut weh. Aber richtig doll.) Aber, was soll ich sagen, das Warten hat sich gelohnt: Kurz vor dem letzten Film stieg Spannung und Romantikpegel.
Irgendwann dazwischenErstaunlicherweise haben sich auch fast 20 Männer in die Gruft getraut — vermutlich ausschließlich belastbare und tolerante Begleitungen. Respekt. Vielleicht auch einfach nur clever. Schließlich sollte man wissen, was der Liebsten so vorschwebt, wenn sie sich eine Hochzeit à la Bella & Edward wünschen sollte. Und in diesem Moment sollte der Angebetete spätestens Angst bekommen. Denn diese absolut perfekte Traumtrauung, wie sich auch in Hollywood so schnell keine Schönere finden lässt, setzt Maßstäbe! Da blieb kein Auge trocken, die Bewunderung für das Brautkleid nahm kein Ende und die Dekoration würde selbst Martha Stewart vor Neid erblassen lassen. Wer auch immer sich daran messen lassen muss, tut mir ernsthaft leid. Da kommt man ins Träumen! Vor allem, wenn man an die Flitterwochen der beiden Hauptfiguren auf einer einsamen Insel vor Brasilien denkt. Das unromantische Ende derselbigen sollte man dann aber doch lieber nicht mit übernehmen.Belohnung

Kurzum: Wer regelmäßig hier nach Neuigkeiten in Bezug auf Vampirologie Ausschau hält, muss den Film unbedingt gesehen haben. Aber was schreib ich eigentlich. Die waren ja alle am Sonntag schon drin!

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